Kraftstoffüberwachung an Aggregaten abgelegener Funkmasten
Wie ein nigerianischer Telekom-Infrastrukturdienstleister den realen Verbrauch an 40 netzfernen GSM-Standorten gemessen hat – Abzapfen gestoppt, Verbrauch um 15 % gesenkt.

GSM-Standorte fernab vom Netz
Das Unternehmen ist seit über 30 Jahren in Nigeria tätig und baut Telekom-Infrastruktur schlüsselfertig: GSM-Masten und -Türme, Repeater, Technikräume, Dieselaggregate, Solar- und Hybridbatterien. Die meisten Standorte liegen abgelegen ohne Netzstrom, sodass ein Dieselaggregat die Hauptstromquelle ist.

Datenblattverbrauch, mit dem man nicht planen kann
Die Flotte ist gemischt – Einheiten von 15 bis 100 kVA von SDMO, Perkins und anderen – und der Verbrauch schwankt je Standort zwischen 10 und 40 L/h. Datenblattwerte gelten für Idealbedingungen: Zu hoch angesetzt, bleibt unerfasster Kraftstoff, den das Wartungspersonal mitnehmen kann; zu niedrig, läuft der Tank früher leer und der Standort fällt aus.
Gebraucht wurden genauer Aggregatverbrauch, Restmenge im Tank und Schutz vor unbefugtem Abzapfen.

Differenz-Durchflussmesser und Telematik-Gateway
Ein DFM 100D Differenz-Durchflussmesser mit CAN J1939 hat zwei Messkammern – für den Vorlauf aus dem externen Tank und den Rücklauf dorthin – und wird ohne Änderung des Kraftstoffsystems eingebaut. Er sendet über 40 Zähler und Parameter, darunter den Momentanverbrauch in jeder Leitung, an ein CANUp Telematik-Gateway.
Das Gateway leitet die Daten an einen Telematikdienst weiter, der den Verbrauch für beliebige Zeiträume auswertet; zusammen mit Betankungsdaten zeigt er die Restmenge und markiert möglichen Diebstahl. Die Messabweichung liegt innerhalb von ±3 %.
Die Installation begann 2019; Anfang 2022 waren 40 Aggregate ausgerüstet. Kraftstofflieferungen werden anhand der Berichte geplant, das Risiko eines Standortausfalls wegen Kraftstoffmangels liegt nahe null, und Abzapfungen aus dem Kraftstoffsystem haben aufgehört – der Kraftstoffverbrauch sank um 15 %. Neue Standorte gehen nur noch mit Kraftstoffüberwachung in Betrieb.
Aufgabe → Lösung → Ergebnis
Unzuverlässige Datenblattwerte
Gemischte Aggregatflotte an abgelegenen Standorten, 10–40 L/h, mit Abzapf- und Leerlaufrisiko.
DFM 100D CAN + CANUp
Differenzielle Verbrauchsmessung an jedem Aggregat, online ausgewertet.
−15 % Kraftstoffverbrauch
Abzapfen gestoppt, Lieferungen optimiert, 40 Aggregate überwacht.
Neben anderen wichtigen Daten liefert der DFM Durchflussmesser auch die Laufstunden des Generators. So erhalten wir die tatsächliche Laufzeit und erkennen, ob der Generator im gewählten Zeitraum lief oder nicht – ein sehr wichtiger Faktor für uns. … Unser Unternehmen plant, das System an allen Standorten zu installieren. Neue Standorte gehen nur mit installierter Kraftstoffüberwachung in Betrieb.
Unternehmensvertreter · Telekom-Dienstleister, Nigeria
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